Bonsai Pur

Bonsai = Baum und Schale

Einfach gesagt, große Bäume in  Miniformat. Durch wenig Substrat und Wurzelschnitte im kleinen Topf sowie in Form bringen durch Beschneidung und Drahtung des Baumes entstehen Wunderwelten im Zimmer. Jeder Bonsaibesitzer ist sozusagen ein Künstler.

 

Bonsai Gedanken

Ich bin Einsteiger und werde jetzt einmal abwarten. Ich habe begonnen und mir 2 Bonsais fürs Zimmer zugelegt. Ficus habe ich in Oberwart gekauft und einen 2. mediterranen Baum er sollte laut Beschreibung 15-17 Jahre alt sein bei Bellaflora in Graz. Beide sind schöne Objekte.

 

Wo stehen  meine Bonsais ?

Am Balkon stelle ich sie nicht. Sie stehen aber gleich einige cm dahinter, am SW Fenster. Jetzt im Sommer lass ich die Balkontür fast den ganzen Tag über offen, da es nicht so direkt hinbrennt, das bekommen die winterharten Kakteen ab, danach ist es hell bis schattig und luftig. 

Den Ficus benjamin habe ich am 21.6.2017 gekauft und den Ficus salicifolia einen Tag später. Weiters 1 Ficus ginsengg bei Ikea und einen Portulacaria afra (Sukkulent) bei Dehner in Graz, einige Tage später. Das heißt, sie stehen jetzt nach Düngen und gießen schon 6 Tage (27.6.2017) ohne Gießen und düngen im Zimmer. Der Literatur nach kann es im Freien vorkommen das man bei dieser Sommerhitze die aktuell herrscht es sein kann, das man mehrmals täglich gießen sollte. Ich werde heute Abend gießen. Es wird sich so einpendeln das ich in 2 Wochen wahrscheinlich 3 mal gießen werde, im Winter wirds wahrscheinlich auf wöchentlich hingehen. Aber das werde ich nich beobachten. Sprühen werde ich nicht, weil sonst in der Wohnung zuviel Wasser verspritzt wird. Ich habe mein Wasser in 10 liter Kanister abgefüllt und dabei destilliertes Wasser mit Leitungswasser abgemischt. 

 

Wie gieße und dünge ich meine Bonsais ?

Somit muß ich, obwohl es über 30 °C hat, nicht täglich mehrmals gießen, es ist noch gut durchfeuchtet. Ich werde immer dann mit  meiner Brause gießen, wenn ich merke das sich das Substrat aufhellt und Sprünge bekommt oder seitlich ablöst. Ficus Arten vertragen Trockenheit besser als Staunäße, aber man soll es nicht übertreiben. Ich hoffe ich erhalte diese schönen Bäume am Leben. Gedüngt wird mit Flüssigdünger bei mir, dabei habe ich mir einen speziellen Bonsaidünger erworben. Im Sommer alle 2 Wochen, im Winter Monatlich. ich mische destilliertes Wasser mit Leitungswasser ab, so entsteht ein Gießwasser von kh 6. Würde ich nur mit Leitungswasser gießen (kh 12), müßte ich jährlich umtopfen. 

 

Beschneiden

Ich mache öfters bei meinen Ficus Arten, vor allem beim feinblättrigen, Auslichtungen (hab ich sehr radikal im Juli 2017 gemacht bei F. salicifolia, da Lichtmangel ihn sonst verkahlen lassen hätte) das braucht der Ficus sonst treiben sie schlecht und nicht aus dem alten Holz aus. Ich bin mit der Form zufrieden, da ich ihn schon so gekauft habe und mein F.salicifolia schon baumartig ist und mit 17 Jahren seine Form gefunden hat, auch für mich. Man könnte noch Zweige runterbiegen, was ich aber nicht mag. Die Endgröße mit 37 cm ist für mich erreicht, der Ginsengg und der Benjamina wird aber 50-60 cm am Ende nach einigen Jahren erreichen.  

Hinweis: Die verschiedenen BONSAI Arten haben unterschiedlich elastisches Holz, beim biegen/drahten sollte man das immer berücksichtigen, damit es nicht zum Bruch kommt. Über die verschiedenen Formen (z.B. Besenform) mache ich mir keine großen Gedanken, ich schneide sie so wie sie mir gefallen. 

Was macht man im Frühjahr ?

Triebe beginnen bei mehr Licht wieder zu wachsen. Je nach Art und Temperatur gießen. Bei meinen Zimmerbonsais ist da nicht der große Unterschied, weil sie ja ganzjährig warm stehen und immer dann gegossen werden wenn sie oberflächlich abgetrocknet sind. Zeigt sich deutliches Wachstum, werde ich auch wieder etwas mehr düngen. Der Ficus hat ja ganzes Jahr seine Wachstumsschübe, danach richtet sich auch das Gießen und düngen. Beim Portulacaria muß ich das erst beobachten. 

Jetzt ist auch die Zeit des Umtopfens und schneidens. Ich habe mir im Sommer 2017 schon einen Kübel Bonsaierde bei Bellalfora gekauft (ökohum). Meinen feinblättrigen werde ich wahrscheinlich im Frühjahr 2018 umtopfen und bei Bedarf die Wurzeln leicht beschneiden. Das Beschneiden der wurzeln ist wichtig, damit sich wieder Saugwurzeln bilden. 

Bei heimischen Bäumen, kann man, wenn sich keine Nachtfröste mehr zeigen im April/Mai den Winterschutrz entfernen. 

Drahten und Formen kommt bei mir nicht vor zur Zeit. Man könnte das tun, allerdings nicht bei frisch umgetopften Bonsais, das wäre wahrscheinlich zuviel Streß. 

Was mache ich im Sommer ?

Jetzt wächst alles gut und ich schaue, aber übertreibe es auch nicht das meine Bonsais auch ihren Dünger bekommen. Ich habe mir speziellen Dünger von Bellaflora gekauft. 

Jetzt ist auch die Zeit der Entlaubung bei Bonsai Arten aus unseren Breiten. Ich entlaube meine Ficus Arten nicht, sondern schneide nur große Blätter heraus (nur die Flächen) bei den Ficus Arten. Bei Portulacaria schneide ich keine Blätter, da diese sowieso klein sind. Einen Formschnitt mache ich natürlich das ganze Jahr über bei den Ficus Arten. Bei Portulacaria auch nach Bedarf.  

Unkraut entfernen. Stehen die Bonsais im Freiland, braucht man sie bei brütender Hitze nicht düngen, im Gegenteil das wirkt sich sogar nachteilig aus. 

Was mache ich im Herbst ?

Freiland Bonsais zeigen ab Oktober ihr prächtiges Herbstlaub. Sie bereiten sich dann auf den winter (Ruhezeit) vor. Bei mir im Zimmer ist es weniger spektakulär, bezüglich der Blattfärbung, trotzdem liebe ich meine Babys. Ich drahte zur Zeit nicht, vor allem bei Ficus wachsen sie leicht ein, rechtzeitig lockern oder entfernen. Je nach Art jetzt schon einen Winterschutz verpassen, diese Frage stellt sich bei mir nicht. 

In dieser Phase sollte man den Freilandarten auch den richtigen Schnitt, individuell nach Baumart, verpassen. Bei meinen Zimmer Ficus Arten sowieso das ganze Jahr über. Vorm Einwintern, Freilandarten auch hygienisch versorgen und abgestorbenes entfernen, damit sich keine Schädlinge verstecken können.Bei meinen Zimmerbonsais halte ich es auch so, ist aber weniger relevant. 

Was mache ich im Winter ?

Das ist ja das Schöne an diesen Minibäumen, sie heben immer Saison. Auch entlaubte schauen gut aus und man kann seiner Phantasie das ganze Jahr über freien Lauf lassen. Bei den Freilandarten mit Winterschutz bei einigen Plusgraden sollte man auch im Winter etwas gießen. Der einzige Freilandbaum den man Form geben kann im Winter ist die Lärche, die ja im Gegensatz zur Fichte, ihre Nadeln abwirft. 

Portraits meiner Arten

Ficus, tropische Arten (alle außer F.carica)

Standort: Hell (SOW Fenster) aufstellen, halbschatten wird toleriert, nicht in die volle Sonne. Nicht weiter als 1 m vom Fenster entfernt halten. Öfters drehen. Je mehr Licht desto mehr Blätter. Je weniger Licht, desto größer werden sie. 15-25 °C ganzjährig, mit höherer Luftfeuchte sind ideal. Temperaturen über 25 °C sollte man vermeiden, auf Dauer. Im Sommer mögen sie ins Freie. Am besten stellt man sie auf Kies bei trockener Luft, obwohl die Blätter wachsbeschichtet auch einiges an Luftfeuchte tolerieren. Im Alter bei hoher Luftfeuchte auch Luftwurzeln bildend (außer in zu kleinen Schalen), sowie eine flache Krone. Temperaturschwankungen werden nicht vertragen. Stehen sie im Winter im warmen Zimmer sollten sie einen sehr hellen Fensterplatz bekommen. 

Pflege: Nicht zuviel, zimmerwarm gießen, Trockenheit (nicht übertreiben) wird besser vertragen als Staunäße. Wenn die Oberfläche trocken ist, gießen, nicht vorher. Auch im Winter monatlich düngen, im Sommer alle 2 Wochen, nicht auf trockenen Substrat. Insgesamt ganzjährig schwach düngen.

Umtopfen: Alle 2-3 Jahre im zeitigen Frühjahr in Bonsaierde. Dabei Wurzeln mäßig zurückschneiden. 

Schnitt: Vertragen einen starken Schnitt. Neue Triebe wachsen (das ganze Jahr über) lassen und von 5 auf 2 Blätter zurückschneiden. Ein häufiger Schnitt läßt auch Blätter kleiner werden. In jungen Alter die Form geben, weil sich dickere Äste schwer biegen lassen. Öfters ausdünnen und beschneiden, auch dickere (kann man ganzjährig machen, sonst treiben sie aus alten Holz nicht mehr aus). Milchsaft abtupfen mit Küchenrolle/wassergetränkt. Gut ernährte Exemplare auch entlauben (am besten im Frühjahr und dann ins Freiland, regengeschützt aufstellen. Erst im Herbst einräumen). Viele wachsen nach oben, dann runterbiegen oder wegschneiden. Große Schnittstellen versiegeln. Übergroße Blätter entfernen, dabei nur die Flächen wegschneiden. Die Stiele fallen nach einer Zeit dann ab.

Drahten: ganzjährig, wenn er einwächst entfernen. 

Vermehrung: leicht aus Stecklinge.

Cave: Blattfall gibts bei falschen Standort, Schildläuse und rote Spinne können vorkommen.

Fazit: bestens dafür Anfänger geeignet. Überleben wo andere schon oft eingehen.

Portulacaria afra

Für ihn gelten die gleichen Richtlinien wie für Ficus nur kann er noch heller, sonniger stehen weil er ja ein Sukkulent ist. Alle paar Tage kräftig gießen und abtrocknen lassen. Je kühler er im Winter steht, desto weniger gießen. Wenn er mal 1-2 Wochen trocken steht ist das kein Drama, da er Wasser in den Blättern und Stamm abspeichert. Im Winter mag er 12-15 °C, bei mir steht er ganzjährig am SW Fenster im Wohnzimmer. Stecklinge hab ich schon in Seramis Kakteenerde gesteckt. sie ist noch etwas feucht, aber nicht stark. Mal schaun wie sich die Stecklinge entwickeln. Düngen tu ich ihn wie die anderen.

Andere Arten

Hier gebe ich meine Gedanken wieder, über andere Arten.

Acer, Ahorn

Es gibt verschiedene Sorten und Wuchsformen. Halbschattiger Stand geht noch, aber auch sonnig kann er stehen. Einige Minusgrade werden ausgehalten. Andere Arten wie Kübelpflanzen behandeln, bei 8-10 °C im Winter. Beim kauf erfragen. Gleichmäßig feucht halten, der Fächerahorn (A.palmatum - nur Bonsaikenner sollten ihn pflegen) insgesamt möchte wenig Wasser. Er reagiert mit Blattverfärbungen bei Staunäße. Am besten im Wachstum Kopfdüngen, monatlich. Alle 2-3 Jahre umtopfen, wie bei den meisten Bonsais am besten im zeitigen Frühjahr. Manche Arten kräftig zurückschneiden (allerdings nicht in der Ruhephase schneiden, selbst ein versiegeln läßt u.U. bluten). Wie bei Ficus, neue Triebe auf 6-7 Blätter wachsen lassen, dann auf 2 zurückschneiden. 

Der Feldahorn (A.campestre) ist sehr kompakt sowie pflegeleicht und  verträgt Temperaturen von -8 bis -10 °C, an geschützten Lagen. Können als Bonsai sehr alt werden. Steht im Sommer gerne unter schattigen Bäumen. 

Betula, Birken

Birken sind einfach schöne Bäume und als Bonsai sowieso Kult, trotzdem sieht man sei eher selten im Handel. Der weiße Stamm entwickelt sich nur, wenn sie frei ausgepflanzt werden und erst ab Weißfärbung in die Bonsaischale gibt. Sie brauchen Sonne, viel Wasser und kommen nur für Fortgeschrittene Pfleger in Frage. Im Winter halten sie -8 bis -10 °C an geschützten Lagen aus. Im Winter kann man ihn frei auspflanzen in den Garten oder nicht überdachten Balkon. Ist dieser überdacht muß man auch im Winter befeuchten. Sonnig und luftig aufstellen. Gleichmäßig feucht halten. Keine Ansprüche an Substrat und Wasserchemie. Beim schneiden unbedingt die Wunde verschließen, sonst Anfällig für Krankheiten. 

Carmona, Funkientee

Er wird öfters im Handel angeboten, möglicherweise ein eher Pflegeleichter  Bonsai, allerdings fehlen mir da die Erfahrungswerte, da ich noch ein Einsteiger bin. Auffällig sind die weißen Blütchen und grün/roten Beeren. Gut auch als Zimmerbonsai. Um dekorativ zu wirken sollte man in den natürlichen Wuchs eingreifen. Hell aufstellen und vor Prallsonne schützen. Im Sommer sollte er auf den Balkon, eil er sich dort besser entwickelt, kann aber ohne weiteres im Zimmer auch bleiben, allerdings sollte es luftig genug sein. Gleichmäßig feucht halten. Steht er zu trocken, droht Blattwurf. Im Wachstum alle 2 Wochen mit Bonsaidünger versorgen, in der Ruhephase monatlich. Alle 2-3 Jahre umtopfen, Wurzeln dabei beschneiden. 

Carpinus, Hainbuche

Keine Anfängerpflanze. Halbschattiger und luftiger Stand, bis zu -10 °C werden an geschützten Stellen ausgehalten. Viel Gießen und Düngen (am besten mit Kopfdünger) im Wachstum, ohne Stau. Sie brauchen einen Pilz um zu gedeihen. Keine Ansprüche an die Wasserqualität. Im Winter am besten im Garten einsenken ohne Topf. 

Carpinus japonica, Japanische Weißbuche, Hainbuche

Auch im Blattlosen Zustand dekorativ. Verschiedene Wuchsformen, auch als Hecke, wie man bei uns auch im Freiland bei Rot- und Weißbuchen sieht. Hell aufstellen, vor Prallsonne schützen. Gleichmäßig feucht halten, Gießfehler werden bestraft. Im Wachstum bis Frühherbst alle 2 Wochen düngen. Alle 2-3 Jahre im Frühjahr umtopfen, wenn sich Wachstum regt. Formschnitt im Spätwinter ideal. Auch im Wachstum, aber nicht gegen Wachstumsende. Am besten Frostfrei aufstellen.

Chaenomeles, Zierquitte

Laubwerfende feuerrote Blühbonsais die im Vorjährigen Holz blühen, was beim Schneiden zu beachten ist. Früchte können auch duften. Sie benötigen die volle Sonne. Im Winter werden einige Minusgrade vertragen. Gleichmäßig feucht halten. Wenn die Pflanzen zu wachsen beginnen soll man sie auch alle 2 Wochen düngen bis zum Frühherbst, dann einstellen. Am besten alle 2 oder 3 Jahre im zeitigen Frühjahr umtopfen. Junge Triebe bis in den Frühsommer hinein wachsen lassen und entspitzen, bzw. Formschnitt verpassen. 

Cotoneaster, Zwergmispel

Sind schöne, dekorative Bonsais. Ganzjähriger Freiland Aufenthalt ist wünschenswert. Gleichmäßig feucht halten. Oberflächlich abtrocknen lassen. Nicht schwer zu pflegen. Sonnig bis halbschattig aufstellen. Im wachstum alle 2 Wochen düngen. 

Cydonia, Quitte

Blüten erscheinen im Frühsommer an vorjährigen Trieb. Nur 3 Birnen Früchte am Bonsai belassen, mehr kosten einfach zuviel Kraft. Vollsonniger Stand, einige Minusgrade werden vertragen. Gleichmäßig feucht halten. Ab Austriebsbeginn bis Herbst düngen, laut Anleitung, mit Aussparung in Blüh- und Fruchtphase. Triebe bis in den Mai hinein auf etwa 6 Triebe wachsen lassen, dann auf 2 reduzieren. 

Fagus, Buchen

Ich liebe Buchen. Sie sind unterschiedlich frosthart bzw. Frostempfindlich, beim Kauf erfragen. Am besten hell aufstellen und vor Prallsonne schützen. Gleichmäßig feucht halten. Indirekte Luftfeuchte geben. Im Wachstum bis Spätsommer alle 2 Jahre düngen. Alle 2-3 Jahre im zeitigen Frühjahr umtopfen. Formschneiden ist wichtig. Nicht einfach lang wachsen lassen, kurz halten. Dann werden sie kompakt und schön. Vernachlässigte Buchen sind nicht sehr dekorativ. 

Ginkgo

Die schönen, goldgelben Blätter schmücken im Herbst den schönen Bonsai. Vollsonnig aufstellen, im Winter werden einige Minusgrade ausgehalten. Im Wachstum gleichmäßig feucht halten, im Winter etwas weniger gießen. Im Wachstum monatlich kopfdüngen. Alle 4-5 Jahre im zeitigen Frühjahr umtopfen und dabei zurückschneiden. Junge Triebe auf 6-8 Blätter wachsen lassen und dann auf 2 Blätter zurückschneiden. 

Juniperus chinensis, Wacholder

Sie wollen luftig und hell stehen. Im Winter werden einige Minusgrade ausgehalten (andere Wacholderarten erfragen). Gleichmäßig feucht halten ohne Staunäße, im Wachstum nicht zu knapp. Am besten gleich zu Wachstums Beginn bis hin zum Anfang des Frühherbstes, monatlich Kopfdüngen. Am besten im zeitigen Frühjahr umtopfen und dabei einen Wurzelschnitt durchführen. Liebt alkalische Bonsaierde. Nadelpölster im Wachstum zurechtschneiden. 

Larix, Lärchen

Ich mag  Lärchen, im Winter gut von Fichten und Tannen zu unterscheiden, weil Lärchen ihre Nadeln abwerfen. Sie lieben die volle Sonne, im Winter frostfrei halten. Im Wachstum gleichmäßig feucht halten, im Winter weniger gießen. Im Wachstum bis zum Spätsommer monatlich kopfdüngen. Alle 2-3 Jahre umtopfen, am besten im zeitigen Frühjahr. Dabei die Wurzeln beschneiden.  

Malus Äpfel

Im Handel findet man meist Arten mit kleinen Früchten. Große Äpfel auf kleine Bäume kostet Energie. Unterschiedlich blühend und fruchtend. Volle Sonne wird nach Umgewöhnung vertragen. Im Winter frostfrei aufstellen. Gleichmäßig feucht halten. Nach der Blüte bis zum Hochsommer schwach düngen. Danach noch ein bis zweimal mit Blütenbetonten Dünger versorgen, ehe sie in die Ruhephase gehen. Am besten nach der Blüte, alle 2-3 Jahre umtopfen. Nach der Blüte einen Formschnitt verpassen, danach wieder zu Ende des Frühsommers entspitzen. Falls sich danach Knospen bilden, diese entfernen. Junge Triebe ziemlich in  der Waage drahten, damit er seine schöne Form bekommt.  

Picea, Fichte

Als Bonsai sind Fichten, wie Lärchen in ihrer aufrechten Nadelform kommt mir vor am dekorativsten. Im Handel eher selten zu sehen, aber ich werde aufpassen was mir so unterkommt. Hybriden wurden für Bonsaikultur gezüchtet. Sonnig bis halbschattig aufstellen, vor Minusgraden schützen. Gleichmäßig feucht halten, im Wachstum schwach düngen. Alle 2-3 Jahre im zeitigen Frühjahr umtopfen. Ob der Durchlässigkeit, Kies untermischen. Äste die gerade rauf wachsen, entfernen. 

Pinus, Kiefern

Es gibt verschiedene Arten, alle vor durchfrieren schützen. Am besten vollsonnig aufstellen. Gleichmäßig feucht halten P.thurnbergii in der Ruhephase bis zum Frühjahr wenig gießen (haben spezielle Ansprüche beim umtopfen). Im Wachstum schwach düngen. Alle 2-3 Jahre im zeitigen Frühjahr in kiesige Erde umtopfen, dabei einen Wurzelschnitt durchführen.  

Prunus (Zwetschke, Pfirsich usw.)

Alle Arten am besten hell bis vollsonnig aufstellen. Im Winter halten sie einige Minusgrade aus. Gleichmäßig feucht in Blühphase sehr viel Wasser nötig, jedoch muß Staunäße unbedingt vermieden werden sonst faulen Wurzeln. Nach der Blüte bis zum Spätsommer alle 2 Wochen düngen. Im Frühherbst blütenbetont, dann einstellen (nach 2 mal düngen). Nach der Blüte umtopfen, alle 2 oder 3 Jahre, dabei die Wurzeln nicht zu stark beschneiden. Formschnitt nach der Blüte. Speziellen Formschnitt je nach Art  im Sommer/Herbst. Aufgrund der weichen Rinde vorsichtig drahten.  

Pyracantha, Feuerdorn

Der Feuerdorn sind schöne Dornensträucher mit weißer Blüte welche im Frühsommer erscheinen und folgende roten, kleinen Beeren welche den Baum zieren. Vor Vögeln schützen in der Phase wo sie die wunderschönen Beeren zeigen. Im Wachstum ins vollsonnige Freie stellen und im Winter bald mal einräumen, wie Kakteen bei etwa 10 °C im Winter aufstellen bei viel Licht. Manche Arten sind auch nahezu Winterhart, beim Kauf erfragen. Gleichmäßig feucht halten. Nach der Blüte bis zum Spätsommer alle 2 Wochen düngen. Im Frühherbst blütenbetont, dann einstellen (nach 2 mal düngen). Nach der Blüte umtopfen, alle 2 oder 3 Jahre, dabei die Wurzeln nicht zu stark beschneiden. Nach der Blüte, rechtzeitig drahten, damit man sie in Form bringt. 

Rhododendron, Azalea Zuchten

Sie sind eindeutig beliebt, auch als Zimmerpflanze. Leider werden sie meist zu warm gehalten, dann ist der traumhafte Blütenschmuck bald Geschichte. Die Blüten der schönen Azaleen erscheinen meist im Frühsommer. Zimmerazaleen auch im Nachwinter. Einige sind Laubwerfend, andere nicht. Sie wollen vollsonnig stehen, aber auch halbschatten wird toleriert. Im Winter nicht über 8-10 °C aufstellen, aber auch zu tiefe Temperaturen sind schädlich. Nicht zu feucht halten. Lieber etwas weniger gießen. Trockenheit ist ebenfalls schädlich. Nach der Blüte bis zum Spätsommer alle 2 Wochen mit Azaleendünger versorgen. Im Frühherbst blütenbetont, dann einstellen (nach 1-2 mal düngen). Nach der Blüte umtopfen, alle 2 oder 3 Jahre, dabei die Wurzeln nicht zu stark beschneiden.

Ulmus, Ulme

Gut auch als Zimmerbonsai, wenn die Temperaturen im Winter nicht über 20 °C ansteigen. Das Laub wird meist nicht abgeworfen. Hell aufstellen, am Balkon auch Prallsonnig nach Umgewöhnung. Im Wachstum gießen und oberflächlich etwas abtrocknen lassen. Im Winter etwas weniger befeuchten.  Im Wachstum monatlich düngen. Alle 2-3 Jahre im zeitigen Frühjahr umtopfen und dabei die Wurzeln beschneiden. Auch der Formschnitt sollte im Frühjahr erfolgen vor Austrieb. Junge Triebe im Wachstum auf 6-8 Blätter wachsen lassen und dann auf 2 zurückschneiden. 

Zelkova serrata, japanische Zelkove

Man findet sie des öfteren im Handel (gesehen am 26.6.2017 in Jormannsdorf). Es ist ein sehr dekorativer Bonsai. Im Wachstum können sie vollsonnig, im Zimmer auch halbschattig stehen. Frostfrei aufstellen im Winter. Gleichmäßig feucht halten. Im Wachstum am besten monatlich Kopfdüngen. Alle 3-5 Jahre umtopfen, einen Wurzelschnitt durchführen. Formschnitt im zeitigen Frühjahr durchführen.