Hinweis: Alle Hygienethemen und andere Themen sind Erfahrungswerte, verstossen gegen kein Copyright/Gesetze und sind meine Gedanken, die ich mit Sorgfalt formuliere. Es werden keine Namen oder nicht nachvollziehbare Formulierungen/Firmennamen usw. erwähnt. Es dient lediglich der Information. Linksbezogene Namen ergeben sich aus den Kontext und sind öffentlich zugänglich. Bildmaterial entstammt teilweise von meinen Unterlagen von meiner Ausbildung. Updates bei Bedarf. Mehr dazu siehe Impressum.

Quelle: http://www.akademie-gesundheit.at
Quelle: http://www.akademie-gesundheit.at

was ist Hygiene ? Die Lehre von der Erhaltung der Gesundheit und der Vermeidung von Krankheiten (Prophylaxe, nicht Therapie).

Pathogen - bedeutet "krankmachend"

Primär Pathogen - Wenn Erreger selbst die Ursache ist und ohne Mithilfe krank machen kann. 

Sekundär Pathogen - Es benötigt einen Erreger als Hilfe um eine Krankheit auslösen zu können. 

obligat pathogen - auch bei gesunden Immunstatus, krankmachend (z.B. Hepatitisviren)

fakultativ pathogen - möglicherweise krankmachend, wenn z.B. der normale Hautkeim (Staphylokokken), bei geschwächten Immunstatus zu einer Krankheit führt (z.B. MRSA, ESBL, Costridium difficile).

Wer erfand den flexiblen Harnkatheter ? Benjamin Franklin.

Epidemie - zeitlich und örtlich begrenzt, massenhaft auftretend.

Pandemie - wie Epidemie, jedoch weltweit.

Keimträger - Es kommt nicht zum Ausbruch einer Krankheit, Träger. Kann Keime auch abgeben.

Dauerausscheider - Nach überstandener Krankheit werden weiterhin Krankheitserreger ausgeschieden (z.B. bei Salmonellen). 

Resistenz - Angeborene Widerstandsfähigkeit gegen bestimmte Keime.

Kontamination - Besiedelung von Oberflächen (Gegenstände, Körperteile).

Kolonisation - Besiedelung und Vermehrung mit pathogenen Keimen an Oberflächen.

Nosokomiale Infektion - ist eine Infektion, die im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auftritt. 

Symbiose - bringt beide Seiten Nutzen (z.B. Darmflora).

Parasitismus - Vorteil für einen, Nachteil für andere (z.B. Bandwurm).

Kommensalismus - Bringt für beide Seiten weder Schaden noch Nutzen (z.B. Schleimhautflora).

Risikomanagement - Es ist ein systemischer Prozess mit allen Maßnahmen die der Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen und der Gesunderhaltung dienen. (z.B.: Noroviren → Merkblatt → RISIKOMANAGEMENT). Primärter Schutz ist die Gesichtsmaske (bei TBC spezielle FFP 3 Masken).

Ziele des RM: Schutz des Bew vor Schaden. Schutz des MA vor strafrechtlicher Verantwortung/zivilrechtlicher Inanspruchnahme. Schutz des Unternehmens vor unnötigen Gerichts/Schlichtungsverfahren mit Bew. Verhinderung von Imageverlust. 

Anmerkung: Alle Berufsgruppen müssen Händehygiene beachten, auch Konsiliarärzte und externes Personals, wie z.B. Physiotherapeuten. Krankenstand ist individuell (wenn man niest, abwenden, Taschentuch verwende, um die Gefahr der Verbreitung durch Tröpfcheninfektion abzuwenden), ist noch kein Krankenstand. Hausarzt/Facharzt stellt Arbeitsfähigkeit fest.

Welche Risiken gibt es: Falsche Einschätzung des Risikos, Wissensdefizite des Fachpersonals, Fehlender Wille des Personals, Leichtsinniges Handeln, Fehlende Konzentration, Fehlende Struktur, Nicht einhalten der Standards, erhöhte Konflikt- und Klagebereitschaft.     

Krisenfall: Hygieniker und Ärzteteam/zuständiges Pflegepersonal informieren. Proben ans zuständige Labor schicken. Kommunikation mit zuständigen Gruppen.

Inkubationszeit: Ist die Zeitspanne bei Infektionskrankheiten zwischen der Ansteckung (Eindringen der Erreger in den Körper) und dem Auftreten von Krankheitszeichen.

Wie kommt es zu einer Infektion Durch die Infektionsquelle, Übertragungsweg, Empfänger. 

Infektionswege: Begriffe/Praxis

Tröpfcheninfektion - Sprechen, Husten, Niesen (max. Reichweite 1,5 m TBC / bis 8 m - Aerosol, Rhinoviren, Meningitis). Primärer Schutz durch Gesichtsmascken (MNS). Bei TBC benötigt man spezielle FFP 3 Masken.

Bissverletzungen bei Tollwut und dergleichen. 

Fäkal/Oral z.b.: v.a. bei Kleinkindern die berühmten Rotaviren, bzw. modern gewordenen Noroviren.

Geschlechtsverkehr: (vaginal, anal, oral - Geschlechtskrankheiten)

Durch die Plazenta: (z.B. Toxoplasmose, Röteln - Mutter/Kindpass).

Während der Geburt entstandene Infektionen (um und durch den Geburtskanal). 

Indirekte Übertragung - Der Infektionserreger gelangt über einem Zwischenwirt zum Empfänger/ Wirt. Die Übertragung erfolgt durch nicht lebende Überträger wie z.B. Staub oder Aerosole (Wasser/Pseudomonas/Legionellen, Luft, Sekrete des Körpers, verunreinigte Nahrung, Kontaminierte, Medizinische Geräte bei Eingriffen und Insekten). 

Im Falle einer Infektion: Abklatsch/PCR und andere Untersuchungsmethoden (Blutabnahme, Abnahme von Harn und anderen Sekreten, Stuhlproben) - ja nach AO/Verdacht. Mögliche Isolierung des Patienten, je nach AO/Krankheitsbild. Reinigung/Desinfektion laut Standard - Doku. 

urgisch, AB.  

 

LINKS FÜR MICH WICHTIGE LINKS ZU MEINER AUSBILDUNG UND VORTRAGENDEN, HIER SCHAU ICH GERNE NACH.

EMG Akademie Wundschuh

IKM Graz, Vorstand mein sehr geschätzter Prim.Klaus Vander.

ÖJAB HSF, mein Arbeitsplatz.

Hygienische Begriffe/Standards/Links

Definition Hygienebeauftragter, meine Berufsbezeichnung.

Ausbildungsstätte von mir 2013  Fotos dazu

Alexander Fleming (Entdecker Antibiotikum)

Robert Koch (Entdecker, Milzbrand, TBC)

Ignaz Semmelweis

Aktion "Saubere Hände"

Robert Koch Institut

Durch Wasser übertragene Krankheiten

Risikomanagement

Anforderungen an das Desinfektionsmittel

Harnwegsinfektion und Verhütung

Hygiene in Stations- und Teeküchen: Bewohner und Besucher ist der Zutritt verboten. Möglichst räumliche, bzw. zeitliche Trennung von reinen und unreinen Arbeiten (kein manuelles Geschirrspülen während der Speisenausgabe und -vorbereitung). Wände und Flächen müssen glatt und abwaschbar sein. Kaputte Flächen, wie Fliesen, Abstelltische usw. müssen sofort repariert/erneuert werden. Abfalleimer müssen mit Deckel (dieser muß funktionsfähig sein) versehen werden. Der Kübel muß leicht zu reinigen/desinfizieren sein. Ausstattung der Kübel mit Säcken. Verbeultes, gesprungenes und abgeschlagenes Geschirr darf nicht verwendet werden. Nur Schneidebretter mit glatter Oberfläche verwenden (v.a. Kunststoff). Bei rauen Oberflächen sind die Schneidebretter auszutauschen. In Küchen auf Topfpflanzen (Hydrokultur und Erde) verzichten. Verderbliche Lebensmitteln sind im Kühlschrank zu lagern. Private Lebensmittel von Bewohner dürfen nicht im Stationskühlschrank gelagert werden.    

Hygiene im extramuralen Bereich: Die Pflege zuhause hat einen großen hygienischen Vorteil für den Patienten/Bewohner. Es gibt keine Mitpatienten, die anstecken können, bzw. ihn anstecken. Er hat seine eigene Keimumgebung und ist auch psychisch nicht belastet. Das stärkt seine Abwehkräfte und senkt die Anfälligkeit gegenüber banalen Infekten. Die Pflege und medizinischen Maßnahmen bei der Versorgung des Bewohners sind vom hygienischen Aspekt her gleich anzuwenden wie im Krankenhaus (z.B: ein Dauerkatheter muß auch Zuhause unter aseptischen Bedingungen gelegt werden). Die Händehygiene ist auch hier ein wichtiger Faktor, besonders um Infektionen durch das Personal von einem Haushalt zum anderen zu vermeiden. Die Anforderungen für die Umgebung des Patienten zuhause, sind jedoch anders als im Krankenhaus. Auch im extramuralen Bereich ist auf Sauberkeit zu achten, allerdings ist keine Desinfektion der Flächen notwendig. Das Richten von Reinigungslösungen Zuhause, sollte jedoch nicht willkürlich sein. 

Achten sollte man auf: die richtige Dosierung (auch der normalen Haushaltseiniger), den Gebrauch von Handschuhen nicht verzichten, rechtzeitiges Wechseln von Putz- und Schmutzwasser. In normalen Fällen sollten im Haushalt keine DM verwendet werden, sie zerstören schon bei Kindern die Bildung einer eigenen Immunabwehr. Dann kommt es oft zur Entwicklung von Allergien und Asthma.