ESBL

ESBL (Extended-Spectrum-Betalaktamasen) sind bakterielle Enzyme, die ein erweitertes Spektrum Betalaktam AB spalten können. Sie entstehen durch Genmutation oder auch anderen Keimen. Die Gene können innerhalb der Bakterienstämme weitergegeben werden. ESBL Keime halten sich hauptsächlich im Intestinaltrakt auf (Darmkeime), auch im oberen Respirationstrakt und den Harnwegen. 

Epidemiologie: ESBL ist für viele Infektionen verantwortlich. In Zusammenhang mit anderen Darmkeimen wie Klebsiella, Escherichia coli. EHEC, Shigella, Yersinia usw. 

Diagnose und Therapie: Antibiogramm und daraus folgender AB Therapie.

Risikofaktoren: lange Klinikaufenthalte, Schwere Grunderkrankung, Katheter, Künstliche Beatmung, Hämodyalyse, Abdominale Notfalleingriffe, Magen- und Duodenalsonde, Vortherapie mit AB. 

Händehygiene: unbedingt beachten.

  • Personal: HD vor und nach Verwendung von Einmalhandschuhen. Nasch jedem Kontakt mit potentiell infektiösen Material, bzw. nach jedem Patientenkontakt (auch nach Bedienung, patientengebundener Geräte, z.B.: Monitore). Vor und nach Manipulation an Harnkatheter usw.  
  • Patient: Nach jedem Toilettenbesuch (in der Toilette) bzw. nach jedem Kontakt mit potentiell infektiösen Materialien. 
  • Besucher: Vor Kontakt mit anderen Patienten und bei Verlassen des Zimmers.