Wäschegebahrung

Wie muß Wäsche transportiert/gelagert werden ?

  • Anlieferung ausschließlich in verschlossene Wägen, bzw. staubgeschützt abgedeckt von der Wäscherei zu Stationen/Wohnbereiche. Auch im Innenbereich vor Staub schützen. 
  • Beim Einbringen der Reinwäsche in verschließbare Wäschekästen muß auf *first in - first out* geachtet werden. Kenie langen Lagerzeiten. 
  • Kästen regelmäßig reinigen. Idealerweise Personen die zuständig sind bestimmen und abzeichnen lassen (Abzeichnungsliste).
  • Wäsche vom Wäschewagen, darf nicht zurück in den Kasten.
  • Offene Wäschewägen müssen nach Gebraucha bgedeckt verwahrt werden. 
  • Nach Gebrauch Wägen, täglich desinfizieren. 
  • In Umkleideräumen, wo Fenster geschlossen sind und nicht stark frequentiert werden, muß die Dienstwäsche nicht zwingend in Kästen gesperrt werden, weil die Staubbelastung (Staub ist Keimträger) sehr gering ist. 
  • Die beim Bewohnerbett benötigte Reinwäsche ist in einen sinnvollen Mengenausmaß auf den Wäschewagen in das Bewohnerzimmer mitzuführen. 
  • Reinwäsche darf niemals in Kontakt mit Schmutzwäsche oder Boden kommen.
  • Reinwäsche nur Zweckgebunden verwenden. Nicht auf den Boden werfen und zamwischen !!! 
  • Der Wäschewechsel wird nach Bedarf durchgeführt, und is vorrangig von den Bedürfnissen des Bewohners abhängig. 
  • Übermäßiges Staub aufwirbeln vermeiden.
  • Je nach Kontamination/Infektion (MRSA, ESBL, Clostridium difficile, Rota viren v.a. bei Kleinkindern, Noroviren, Adenoviren, Wunden - z.B. Pseudomonas, offene TBC. Bew. mit meldepflichtigen Infektionskrankheiten) des Bewohners richtet sich der Wäschewechsel. Manchmal täglich angezeigt.
  • Schmutzwäsche direkt in Wäschesäcke entsorgen, niemals Zwischenlagern (direkt auf Boden, Sessel, Fensterbank, Tische usw).
  • Transportwägen für Reinwäsche niemals unrein lagern (z.B.: Spüle).
  • Bei Abnahme des Wäschesackes vom Halter, muß der Sack sofort mit geeigneter Methode verschlossen werden. Säcke nicht zu fest füllen. 
  • Auf raschen Abtransport in Wäscherei ist zu achten. 
  • Bei Bautätigketen, müssen diese Bereiche deutlich abgegrenzt werden (Mauer aus Rigips usw) um eine Staubbelastung/Keimbelastung zu vermeiden. Staub ist Hauptüberträger von Bakterien und Pilzen. Andernfalls müssen Polier und Hygienebeauftragter (verantwortlich) regelmäßig Abklatsche durchführen lassen zur Bestimmung der Keime. 

Schutzkleidung: beim Umgang mit kontaminierter Wäsche, die mit hochinfektiösen, multiresistenten behaftet sind, muß Schutzkleidung getragen werden. 

  • Einmalhandschuhe.
  • Einmalschürze.
  • Mundschutz (bei TBC FFP3 Masken).

Umgang mit infektiöser Wäsche: Beim Wäschewechsel muß das Personal Schutzkleidung tragen. Im Zimmer direkt entsorgen. Bis zur Abholung im Zimmer belassen (doppelt verpacken). Wenn nötig, wird der Wäschesack zusätzlich in einen Plastiksack gegeben, verschlossen und gekennzeichnet. Abholung direkt vom Zimmer, nicht zwischenlagern. 

Haus- und Kleinwäsche: Bewohnerwäsche wird nach internen Richtlinien, nach Absprache mit dem Hygieniker versorgt, bzw. gewaschen. Kleinwäsche welche im Pflegeheim gewaschen wird - mit 60/95 °C gewaschen, mit chemischer Komponente. Wäsche die  mit 40 °C gewaschen wird, sollte chemisch gereinigt werden, was aber selten gemacht wird, meist wird mit 60 °C mindestens gewaschen. Jährlich sollte auch (wenn Auflage) mit Bioindikator geprüft werden (60/95 °C). Der Wäschetrockner muß nicht geprüft werden. 

Müllentsorgung: Vertrag mit Heimleitung. Sondermüll gibt es im Pflegeheim nicht (Zytostatika). Eine Mülltrennung ist sinnlos. Es wird alles in einen Ofen verbrannt (bei 900 °C). So richtig gut brennt es wenn Plastik ins Spiel kommt. Selbst Eisen schmilzt bei diesen Temperaturen. Bei diesen Temperaturen bleibt nur wenig Asche übrig. Es wird geschreddert. Es kommt dann 1 Schicht Erde, 1 Schicht Müll und wieder eine Schicht Erde drauf. Boxen verschlossen mit Injektionsnadeln/Nadelstichbehälter, können im normalen Müll entsorgt werden. 

Restmüll: Fette zuhause, mit Noroviren kontaminiertes, Geschirr, Taschentücher, Lederabfälle, Glühbirnen, Glasbruch, Textilien, Vorlagen.

Nicht zum Restmüll: gefährlicher medizinischer Abfall, flüssiger Abfall, Energiesparlampen, Glasflaschen, Verpackung, Papier, Batterien.

Hinweis: In den Institutionen/Großküchen wird Fett extra entsorgt.

Abgelaufene Medikamente: In Apotheke abgeben.

Medikamentenlagerung bei Raumtemperaturen: ideal sind 22-23 °C.